Briefe aus der Hölle

Ein Hörstück von Andreas Weiser und Gespräch mit dem Autor

Auschwitz steht für eines der schrecklichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. 1,3 Millionen Menschen, darunter 1,1 Millionen Juden wurden hier ermordet. Jüdische Männer wurden gezwungen, ihre Glaubensbrüder und Schwestern in die Gaskammern zu führen und die Toten wenig später zu den Verbrennungsöfen zu bringen. Einige Mitglieder des sogenannten „Sonderkommandos“ haben geheime Aufzeichnungen hinterlassen. Diese Texte wurden unter unmenschlicher Anspannung geschrieben und unter den Gaskammern als Kassiber in der Asche der vergasten Leidensgenossen versteckt. Es sind die zentralen Dokumente des Mordes an den Juden – und Schriftstücke zutiefst bewegender Humanität. Die Opfer legen Zeugnis anhand ihrer eigenen Beschreibungen und Berichte ab, um sich so ihre Identität und Menschenwürde zurück zu erobern. 

Dieser Intention folgend hat der Musiker und Autor Andreas Weiser Dokumente ausgewählt für das Hörspiel „Briefe aus der Hölle“ in eine zeitliche Reihenfolge montiert. Das Werk wurde für den Deutschen Hörspielpreis und für den Publikumspreis der ARD nominiert.

Am 28. Januar wird das Hörspiel in der St. Jakobikirche aufgeführt. Der Autor Andreas Weiser wird anwesend sein und zum anschließenden Gespräch zur Verfügung stehen.

Die Initiatoren der Blüthener Gespräche laden ganz herzlich ein:

Freitag 28. Januar 18.00 Uhr
St. Jacobi-Kirche Perleberg


Bild Stanislaw Mucha, Bundesarchiv, B 285 Bild-04413