Ijob von Uz und Heinrich Faust

Reicher Bauer und weiser Gelehrte und Gottes Sohn und Gottes Gegenspieler
Wieviel der alten Überlieferung steckt ins Goethes Tragödie?
Lesung, Deutung, Gespräch Peter Radziwill

Mit einem Prolog im Himmel beginnt es. Gott versammelt seinen Hofstaat um sich, die Gottessöhne, die himmlischen Heerscharen und die Erzengel. Mit dabei ist auch der Gottessohn Satan und der Geist, der stets verneint, Mephistopheles. Es wird gewettet, ob der Mensch dazu gebracht werden kann, vom rechten, frommen Weg abzuweichen. 

So könnte eine Harmonie des biblischen Buches Hiob und der Tragödie Goethes beginnen. Aber schon hier ließen sich viele Einwände vorbringen. Hiob ist ein Bauer und ein Mensch, dem es wohl geht und der zufrieden ist. Faust dagegen ist ein Gelehrter, der unzufrieden ist mit seinem Tun, weil die Wissenschaft doch nicht erklären kann, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Wieviel Hiob steckt tatsächlich in Goethes Faust? Wieviel Goethe steckt in der Deutung des biblischen Buches Hiob? Und wieviel Hiob-Faust steckt in meiner Gegenwart? Kleine Textauszüge und knappe Vorschläge für eine Deutung sollen das Gespräch anregen.

Donnerstag 24. März 18.00 Uhr
im Pfarrhausmuseum

Bild Burkhard Mücke: Gustav Eberlein (1847 – 1926), Goethe-Denkmal in Rom in der Villa Borghese (1904) [Detail]