Pfarrer Jakob Stach – von Mariupol nach Blüthen

Impulsvortrag Peter Radziwill

Jakob Stach wurde 1865 in einer wohlhabenden Bauernfamilie in der der deutschen Kolonie Grunau in der Nähe von Mariupol geboren. 1883 bis 1888 studierte er Theologie in Basel und war danach in verschiedenen Gemeinden im Schwarzmeergebiet tätig. Nachdrücklich setzte er sich für deutsche Kultur und Bildung ein. 

1914 machte der Erste Weltkrieg diesen Bemühungen ein Ende. Stach floh nach Sibirien und 1921 vor den Auswirkungen der Revolution nach Deutschland. In der Prignitz, erst in Blüthen, dann in Berge übernahm er die Pfarrstellen.

Wie viele seiner Russlanddeutschen Kollegen, die die Erfahrung es Bolschewismus gemacht hatten, wurde er ein glühender Anhänger des Nationalsozialismus. 1944 starb Stach. 

Im Blüthener Gespräch soll geschaut werden, mit welchen Erfahrung Stach nach Blüthen kam, wie er hier gewirkt hat und welche Rolle dabei sein nationalsozialistisches Denken spielte.

Donnerstag 29. September 18.00 Uhr
Pfarrhausmuseum