Archiv 2019

 


13. April 2019
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

Vorstandssitzung
Trägerverein Pfarrhausmuseum Blüthen e.V.


19. Mai 2019
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

Internationaler Museumstag

Der Internationale Museumstag ist ein jährlich stattfindendes Ereignis, bei dem auf die Vielfalt und Bedeutung der Museen aufmerksam gemacht wird. In diesem Jahr ist auch das Pfarrhausmuseum dabei.

im Zusammenwirken mit dem Förderkreis Prignitzer Museen e.V.


17. Juni 2019
an unterschiedlichen Orten in
19357 Karstädt-Blüthen

Blüthen-Tag
für Schüler der Rolandschule Perleberg

Im Rahmen eines Projekttags wird an einer Reihe von Stationen Einblick in Geschichte und Gegenwart des Dorflebens gegeben: Schule (Museum), Pfarrhaus (Museum), Kirche, Schmiede, Imkerei, Bauernhof, Feuerwehr, Landwirtschaftstechnik. Neben Führungen und Wissensvermittlung besteht die Möglichkeit, an einzelnen Stationen sich gemeinsam praktisch auszuprobieren.

im Zusammenwirken mit dem Förderkreis Prignitzer Museen e.V.


23. August 2019
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

Die Fülle des Wohllauts und Idylle des Pfarrhauses
Eröffnung neuer Ausstellungsteile

Dank einer großzügigen Zuwendung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg kann unser Museum mit einigen Neuigkeiten aufwarten: Zwei Toninstallationen, von denen eine – „Die Fülle des Wohllauts“ – einen Sommertag im Pfarrhaus 1958 klanglich aufzeichnet, während der Pastor doch eigentlich Stille zur Abfassung seiner Predigt benötigt. Die andere erinnert in Lyrik des 19. Jahrhunderts und einem ergreifenden Eintrag ins Kirchenbuch von 1768 an das Leben der Pfarrfrauen. Zwei Ausstellungseinheiten beschäftigen sich in Bildern und Texten mit der vermeintlichen Idylle des Pfarrhauslebens und mit berühmten Pfarrerskindern – beides in ungewöhnlichen Museumsformaten: Lassen Sie sich überraschen!


19. September 2019
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

8. Blüthener Gespräch
Der Störenfried
Leben und Selbstverbrennung des Oskar Brüsewitz

Peter Radziwill | Pfarrer

Am Morgen des 18. August 1976 stand Oskar Brüsewitz sehr früh auf. Gegen neun Uhr verließ er das Haus. Erst suchte er die Kirche auf und holte zwei auf Holzrahmen aufgezogene Transparente, die er schon Tage zuvor angefertigt hatte, stellte sie in seinen Wagen und fuhr fort. Wenig später war Oskar Brüsewitz auf dem Weg in die Innenstadt von Zeitz. Brüsewitz stieg, mit Talar bekleidet, aus seinem Wagen, nahm die Transparente heraus und stellte sie hintereinander daran auf. Neben die Transparente stellte er eine mit Benzin gefüllte 20-Liter-Milchkanne. Er betrachtete aus kurzer Entfernung die Transparente und versuchte danach, sie auf dem Dach seines Wagens zu platzieren, damit sie von allen Seiten gut zu sehen waren. Die Menschen auf dem Platz versammelten sich angesichts der ungewöhnlichen Aktion und versuchten, die Transparente zu lesen. Auch ein Oberstleutnant der Volkspolizei war aufmerksam geworden und wollte gegen Brüsewitz einschreiten. Noch bevor er das aber konnte, nahm Oskar Brüsewitz die Milchkanne in beide Hände, goss sich das darin enthaltene Benzin über seine Kleidung, entzündete ein Streichholz und stand in Flammen.


24. Oktober 2019
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

9. Blüthener Gespräch
Zug in die Freiheit
Film und Gespräch

Peter Radziwill | Moderation

Am Abend des 30. September 1989 drängen sich fast 4.000 Menschen sich im Garten der Prager Botschaft. Sie alle warten auf die Nachricht von Hans Dietrich Genscher. Schließlich erscheint er auf dem Balkon: „Liebe Landsleute. Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre  Ausreise …“ Der Rest seiner Rede wird von lautem Jubel übertönt. Es ist der Beginn einer der bedeutendsten Ereignisse der deutschen Nachkriegsgeschichte. Noch am gleichen Abend soll der erste Zug von Prag aus in die BRD fahren. Doch die Züge sollen einen Umweg fahren. Sie müssen durch die DDR. Für die Botschaftsflüchtlinge beginnt nun eine Zeit des Bangens und Hoffens. Die sechs Stunden  Zugfahrt wird kaum einer der Insassen je wieder vergessen. Stasimitarbeiter steigen zu und sammeln die Pässe ein, Menschen versuchen auf den Zug aufzusteigen. Wo der Zug hält kommt es zu Aufständen, Schlägereien und Festnahmen. Um sechs Uhr morgens erreicht der erste Zug schließlich den Zielort Hof. Die erschöpften und gleichzeitig überglücklichen Flüchtlinge liegen sich weinend in den Armen. Helfer in Hof nehmen sie in Empfang und versorgen sie mit Essen, Getränken und Schlafmöglichkeiten. In dem 90-minütigen Doku-Drama „Zug in die Freiheit“ erzählen wird das historische Ereignis nacherzählt, das den Weg zur Deutschen Einheit mitgeprägt hat.


14. November 2019
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

10. Blüthener Gespräch
Ostgezeter und der Ernst des Lebens
Eine vergnügliche Lesung von Texten von Thomas Rosenlöcher

Peter Radziwill | Lesung

So richtig bekannt geworden ist der schon seit Beginn der achtziger Jahre in der DDR als Lyriker mit eigener, eigenwilliger Stimme geschätzte sächsische Dichter Thomas Rosenlöcher erst im Zusammenhang mit der Revolution von 1989, einer Zeit, in der dem Dichter erst einmal das Gedichteschreiben vergangen ist. Ironischerweise ist das der Zeitpunkt in seiner Biographie, zu dem seine Stimme plötzlich im ganzen Lande gefragt war. Was war passiert? Ein mitten im politischen und gesellschaftlichen Umbruch und trotz des heftigen Literaturstreits um das diskreditierte kulturelle Erbe der DDR erwachtes allgemeiner verbreitetes Interesse an lyrischer Dichtung aus Sachsen? Keineswegs, Rosenlöcher hat vielmehr im Oktober 1989 zufällig die Gelegenheit bekommen, etwas für eine Dresdener Tageszeitung zu schreiben, deren Chefredakteur gerade abgesetzt worden war, wie er in einem Interview mit Karl Heinz Jakobs erzählt: „Das war auch einer meiner Alpträume: Die Zensur ist weg. Man kommt und fragt, hast du was? Ich mache meine Schublade auf, und nichts ist drin. Und so habe ich aus Verlegenheit mein privates Tagebuch abgetippt.“


8. Dezember 2019
Kirche
19357 Karstädt-Blüthen

Adventsmusik

Die nun schon traditionelle Adventsmusik wird in diesem Jahr von Hans-Joachim Böse (Saxophon) und Christian Reishaus (Klavier) gespielt. Bekannte Melodien und neue Töne sind zu hören.

im Zusammenwirken mit der Kirchengemeinde Blüthen