Archiv 2022

 


18. Januar 2022
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

Vorstandssitzung
Trägerverein Pfarrhausmuseum Blüthen e.V.


28. Januar 2022
St. Jakobikirche
19348 Perleberg

18. Blüthener Gespräch
Briefe aus der Hölle
Ein Hörstück von Andreas Weiser und Gespräch mit dem Autor

Auschwitz steht für eines der schrecklichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. 1,3 Millionen Menschen, darunter 1,1 Millionen Juden wurden hier ermordet. Jüdische Männer wurden gezwungen, ihre Glaubensbrüder und Schwestern in die Gaskammern zu führen und die Toten wenig später zu den Verbrennungsöfen zu bringen. Einige Mitglieder des sogenannten „Sonderkommandos“ haben geheime Aufzeichnungen hinterlassen. Diese Texte wurden unter unmenschlicher Anspannung geschrieben und unter den Gaskammern als Kassiber in der Asche der vergasten Leidensgenossen versteckt. Es sind die zentralen Dokumente des Mordes an den Juden – und Schriftstücke zutiefst bewegender Humanität. Die Opfer legen Zeugnis anhand ihrer eigenen Beschreibungen und Berichte ab, um sich so ihre Identität und Menschenwürde zurück zu erobern.Dieser Intention folgend hat der Musiker und Autor Andreas Weiser Dokumente ausgewählt für das Hörspiel „Briefe aus der Hölle“ in eine zeitliche Reihenfolge montiert. Das Werk wurde für den Deutschen Hörspielpreis und für den Publikumspreis der ARD nominiert.Der Autor Andreas Weiser wird anwesend sein und zum anschließenden Gespräch zur Verfügung stehen.

eine Veranstaltung im Zusammenwirken mit der Evangelischen Kirchengemeinde Perleberg und der Stadt Perleberg


24. Februar 2022
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

19. Blüthener Gespräch
Das Labyrinth der Wörter

Ein Roman von Marie-Sabine Roger

Jutta Zimmer | Lesung und Gespräch

Germain ist vom Leben alles andere als verwöhnt. Seine Mutter zog ihn mit Kopfnüssen und harschen Worten groß, und in der Schule scheiterte er, weil die Lehrer ihn von vorn herein für einen Dummkopf hielten. Mit Mitte 40 und ohne festen Job haust er in einem alten Wohnwagen, schnitzt Holzfiguren und baut Gemüse an. Ab und zu trifft er sich mit Annette, doch ob es Liebe ist, kann er nicht sagen, denn die hat er noch nie erfahren. Dann trifft er eines Tages im Park die zierliche Margueritte …


24. März 2022
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

20. Blüthener Gespräch
Die Seele verkauft?

Hiob, Faust und wir
Die alte Überlieferung, Goethes Tragödie und die Gegenwart

Peter Radziwill | Impuls

Wem haben wir unsere Seelen verkauft? Für Wohlstand und Öl, für Gas und warme Wohnungen, für billige Lebensmittel und große Autos? Oft ist zu hören: Die da oben sind schuld. Genauso ist es auch im biblischen Buch Hiob und in Goethes Faust. Die, oben im Himmel sind schuld. Der fromme Hiob verliert seinen Besitz, seine Kinder und seine Gesundheit, weil Satan und Gott im Himmel eine Wette abgeschlossen haben. Der gelehrte Faust verliert seine Geliebte und jede Hoffnung auf tiefere Erkenntnis, weil Mephistopheles mit Gottes Zustimmung ihn verführt hat. Von den Wetten im Himmel wissen Hiob und Faust nichts. Was meinen wir heute zu wissen? Wer ist schuld am Schrecken unserer Tage? Gibt es einen allmächtigen Gott, der die Welt in der Hand hat? Oder ist Gott einer, der selbst gerne mehr erreichen würde mit der Schöpfung, die ihm irgendwie aus dem Ruder gelaufen ist? Geben die Texte über Hiob und Faust eine Hilfe bei der Suche nach Antworten? Das Gespräch anregen, das können sie auf jeden Fall.


28. April 2022
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

21. Blüthener Gespräch
Adams Äpfel

Film und Gespräch

Obwohl vom Schicksal geschlagen, ist Ivan, der Pfarrer, nicht von ihm gezeichnet. Mit unbedingter Güte und grenzenlosem Optimismus versucht er, Straftäter auf Bewährung zu resozialisieren. Seine Klienten sind Gunnar, ein Vergewaltiger mit Alkoholproblemen, und Khalid, ein notorischer Tankstellenräuber, und schließlich der bösartige Adam (Ulrich Thomsen), ein Anhänger übelster rechter Ideologie. Auf die Frage des Pfarrers, welche Aufgabe Adam im Zuge seiner Resozialisierung erfüllen wolle, antwortet der, einen Apfelkuchen backen zu wollen. Zwischen Adam und Ivan vollzieht sich ein derber und nicht minder amüsanter Kampf. Adam lässt nichts unversucht, die Grenzen der Güte des Pfarrers auf eine immer härtere Probe zu stellen und Ivans Haltung mit Verweisen auf das Hiob-Buch zu brechen. Das scheinbar banale Vorhaben, ei en Apfelkuchen zu backen hat schließlich einen unerwarteten Ausgang. So ist die abgefahrene, irrwitzige und geniale Komödie „Adams Äpfel“ letztlich eine tiefsinnige theologisch-philosophische Parabel über Gut und Böse.


17. Mai 2022
Dorfmuseum Blüthen
Lindenstraße 22 | 19357 Karstädt-Blüthen

Vorstandssitzung
Trägerverein Pfarrhausmuseum Blüthen e.V.


27. bis 29. Mai 2022
Elbwiese
19309 Lenzen

Grenzenlos: Elbe
Elbekirchentag

Kürzer kann unsere Anfahrt zu einem Kirchentag nicht sein. Zudem findet er im Wonnemonat Mai an der schönen Elbe statt. Und es gibt ein vielfältiges Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es gibt also mindestens 3 Gründe, sich auf den Weg nach Lenzen zu machen und 3 Tage Kirchentagsflair zu erleben. In vielen Veranstaltungen wird es darum gehen, wie wir die Elbe als Gottes Schöpfung und naturnahen Erholungsraum schützen können. Das Pfarrhausmuseum ist mit dabei.


24. Juni 2022
Kirche und Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

Johannisfest

Der Johannistag am 24. Juni ist das traditionelle christliche Mitsommerfest. Es erinnert an die Geburt von Johannes dem Täufer, der im Christentum als letzter wichtiger Prophet vor Jesus Christus verehrt wird und zwar genau sechs Monate vor Weihnachten, der Geburt Jesu. Für die Blüthener ist das Gelegenheit, zusammenzukommen.

im Zusammenwirken mit der Kirchengemeinde Blüthen


2. Juli 2022
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

Mitgliederversammlung
Trägerverein Pfarrhausmuseum Blüthen e.V.


4. Juli 2022
an unterschiedlichen Orten in
19357 Karstädt-Blüthen

Blüthen-Tag
für Schüler der Herbert-Quandt-Grundschule Pritzwalk

Im Rahmen eines Projekttags wird an einer Reihe von Stationen Einblick in Geschichte und Gegenwart des Dorflebens gegeben: Schule (Museum), Pfarrhaus (Museum), Kirche, Schmiede, Imkerei, Bauernhof, Feuerwehr, Landwirtschaftstechnik. Neben Führungen und Wissensvermittlung besteht die Möglichkeit, an einzelnen Stationen sich gemeinsam praktisch auszuprobieren.

im Zusammenwirken mit dem Förderkreis Prignitzer Museen e.V.


3. September
Karstädt

Stand bei der Festwoche „750 + 1 Jahre Karstädt“


14. September 2022
Kuppentin und Meyenburg

Museumsfahrt

Am 14. September waren Mitglieder des Trägervereins und alle Freunde des  Pfarrhausmuseums zu einer Museumsfahrt in das Dorfkirchenmuseum Kuppentin und in das Modemuseum Schloss Meyenburg eingeladen.

Im Museum in Kuppentin ist die Wohnung eines Pastors aus den 1860er Jahren zu sehen: das Amtszimmer, die Pfarrbibliothek, das Wohnzimmer und die Küche. Informiert wird über Kirchengeschichte und Leibeigenschaft, Bodenreform und Mauerbau sowie über die Kuppentiner Pastoren. Themen sind auch die Pfarrfrau und die Pfarrkinder. Es gibt zahlreiche erklärenden Texte und einzelnen Originalstücke aus dem 19. Jahrhundert, die einen Einblick in das Pastorenleben zu damaliger Zeit ermöglichen. Ein Zeitstrahl mit beweglichen Tafeln gibt einen Gesamtüberblick über die Entwicklung der Kirche in Mecklenburg, beginnend zur Zeit der Slawen bis in die Gegenwart.

Die umfangreiche Sammlung des Modemuseums Schloss Meyenburg geht zurück auf die Privatsammlung von Josefine Edle von Krepl. Mit der Sanierung des Meyenburger Schlosses erhielten Teile der Sammlung einen dauerhaften Standort als Modemuseum. Außerdem ist im Schloss eine Ausstellung über die Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert. Kern dieser Ausstellung ist der Nachlass von Willi Runge, dessen Leben sich als roter Faden durch die Ausstellung zieht.


29. September
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

22. Blüthener Gespräch
Pfarrer Jakob Stach – von Mariupol nach Blüthen

Jakob Stach wurde 1865 in einer wohlhabenden Bauernfamilie in der der deutschen Kolonie Grunau in der Nähe von Mariupol geboren. 1883 bis 1888 studierte er Theologie in Basel und war danach in verschiedenen Gemeinden im Schwarzmeergebiet tätig. Nachdrücklich setzte er sich für deutsche Kultur und Bildung ein. 1914 machte der Erste Weltkrieg diesen Bemühungen ein Ende. Stach floh nach Sibirien und 1921 vor den Auswirkungen der Revolution nach Deutschland. In der Prignitz, erst in Blüthen, dann in Berge übernahm er die Pfarrstellen. Wie viele seiner Russlanddeutschen Kollegen, die die Erfahrung es Bolschewismus gemacht hatten, wurde er ein glühender Anhänger des Nationalsozialismus. 1944 starb Stach.


2. Oktober 2022
Kirche und Halle am Reitplatz
19357 Karstädt-Blüthen

3. Jahresfest am Pfarrhausmuseum

Die Geschichte des brandenburgischen Pfarrhauses stand im Mittelpunkt des Jahresfests. Diese Geschichte ist die Summe vieler Kulturgeschichten. Allen voran der des Landpfarrers, der nicht nur im Fall des Vikars Heinrich Wolfgang Seidel mit seinen „Drei Stunden hinter Berlin“ Zeugnis über sein Schaffen Anfang des 20. Jahrhunderts ablegte. Bereits in den Generationen zuvor waren Pfarrer regionaler Mittelpunkt der Aufklärung oder Anker des Bildungsbürgertums. Brandenburgische Pfarrhäuser waren daneben aber auch Ausgangspunkt von Industrien, wie der optischen in Rathenow, künstlerisch-literarischen Karrieren wie des „Schmidt von Werneuchen“, Luise Hensels oder Gottfried Benns. Aber auch politischen Umwälzungen wie im Oktober 1989 in Schwante. Nach der Friedlichen Revolution waren Pfarrhäuser nicht nur Zentren des Widerstands gegen den Kohleabbau in der Lausitz sondern auch umstrittene Orte des Kirchenasyls … und vieles vieles mehr. Diese und andere prägende Episoden aus der reichen Geschichte des brandenburgischen Pfarrhauses erzählte der Historiker Christoph Wunnicke. Mit dabei waren auch die Blüthener Jagdhornbläser. Es gab zudem Snack up platt – Plattdeutsche Geschichte und Geschichten.


20. Oktober
Pfarrhausmuseum
Lindenstraße 20 | 19357 Karstädt-Blüthen

23. Blüthener Gespräch
Die Altmark – unser Nachbar am jenseitigen Elbufer
Ein Parforceritt durch ihre Geschichte vom 3. Oktober 1157 bis zum 3. Oktober 1990
Impulsvortrag Frank Riedel, Fachbereichsleiter Kultur, Sport und Tourismus der Rolandstadt Perleberg

Das Datum des 3. Oktobers ist heute jedem Brandenburger vertraut. Der Tag der Deutschen Einheit ist seit 1990 schul- und arbeitsfreier Feiertag. Dass der gleiche Tag, 865 Jahre zuvor, ein wichtiger Tag für die Brandenburger ist, ist weniger bekannt. Nachdem Albrecht I. (um 1100 – 1170), bekannt als Albrecht der Bär, am 11. Juni 1157 nach jahrelangen Auseinandersetzungen die Brandenburg eingenommen hatte, wird am  3. Oktober 1157 in Werben die erste überlieferte Urkunde ausgefertigt, in der er sich „Adelbertus Dei gratia marchio in Brandenborch“ nennt. Das Datum gilt als Geburtstag Brandenburgs.


24. November 
Pfarrhausmuseum

23. Blüthener Gespräch
Sebastian Steineke im Gespräch
Sebastian Steineke wurde 1973 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur studierte er Jura. Seit 2005 lebt und arbeitet er als Rechtsanwalt in Neuruppin. Sebastian Steineke ist seit 2004 Mitglied der CDU, für die er auf unterschiedlichen Ebenen Mandate wahrnahm und wahrnimmt. Von 2013 bis 2021 war er Mitglied des Deutschen Bundestags. Im Blüthener Gespräch sind aktuelle Themen zur Sprache gekommen.


3. Dezember 
Kirche Blüthen

Chormusik zum Advent
Schon zum dritten Mal ist der Kammerchor „Musici fidelitatis“ in der Prignitz zu Gast. Die „Musici fidelitatis“, was mit treue oder tüchtige Musiker“ übersetzt werden kann, werden von dem Naumburger Kirchenmusikdirektor Jan-Martin Drafehn geleitet.Auf dem Programm steht geistliche Adventsmusik vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert.

im Zusammenwirken mit der Kirchengemeinde Blüthen


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