Adams Äpfel

Film und Gespräch

Obwohl vom Schicksal geschlagen, ist Ivan, der Pfarrer, nicht von ihm gezeichnet. Mit unbedingter Güte und grenzenlosem Optimismus versucht er, Straftäter auf Bewährung zu resozialisieren. Seine Klienten sind Gunnar, ein Vergewaltiger mit Alkoholproblemen, und Khalid, ein notorischer Tankstellenräuber, und schließlich der bösartige Adam, ein Anhänger rechter Ideologie.

Auf die Frage des Pfarrers, welche Aufgabe Adam im Zuge seiner Resozialisierung erfüllen wolle, antwortet der, einen Apfelkuchen backen zu wollen. Zwischen Adam und Ivan vollzieht sich fortanein derber und nicht minder amüsanter Kampf. Adam lässt nichts unversucht, die Grenzen der Güte des Pfarrers auf eine immer härtere Probe zu stellen und Ivans Haltung mit Verweisen auf das Hiob-Buch zu brechen. Das scheinbar banale Vorhaben, einen Apfelkuchen zu backen hat, schließlich einen unerwarteten Ausgang.

So ist die abgefahrene, irrwitzige und geniale Komödie „Adams Äpfel“ letztlich eine tiefsinnige theologisch-philosophische Parabel über Gut und Böse.

Donnerstag 28. April18.00 Uhr
im Pfarrhausmuseum